Dienstag, 12. Januar 2016

Punta Arenas - Jahreswende im Süden


Im sonnig-milden Punta Arenas gibt es zunächst Sommerpflege: Es ist 31. Dezember, da heißt es schön machen fürs Neue Jahr!


Im Detail: Die Spurstangengummis vorne werden erneuert, ein gebrochener Stabi an der Hinterachse erhält eine gute Schweißnaht und als Ersatzreifen finde ich einen völlig abgefahrenen Spike-Reifen. Um rund 8 Euro... Andere treffen es defektmäßig deutlich schlechter ...

Wir selbst genehmigen uns ein Zimmer, was kein Problem darstellt, denn die 250.000-Menschen-Stadt ist alles andere als ein Touristenmagnet. 

 
 

Dies bedeutet: genüssliches Duschen, rasieren und eine Waschmaschine nutzen. In der Gemeinschaftsküche bruzeln die Steaks. Heute ohne Beilage, dafür 1,2 kg Feines vom Rind für uns zwei...
Mit der Dämmerung begeben wir uns aus dem Haus. Also knapp nach 23 Uhr. Ziel ist – wie für alle anderen hier - die Hafenpromenade. Wir sind mit leichter Jacke unterwegs, Einheimische erwarten Mitternacht im Ruderleibchen, kombiniert mit Kunststoffleuchtbrillen und Plastikhütchen. Offenbar ist Silvesterfaschingsbeginn.

So warm es ist, so unterkühlt ist die Stimmung. Eine Band müht sich ab, aber es kommt keine Bewegung in die Masse...

Countdown. Das Feuerwerk kann beginnen. Ganz nett. Die Band spielt lauter, ein paar Gruppen kommen in Stimmung, aber bald löst sich der Trubel auf...

Wir sind heuer wohl von all unseren Freunden am spätesten ins Neue Jahr gerutscht. Was sich WhatsApp-mäßig niederschlägt. Während die einen uns um „4 Stunden mehr Vorglühen“ beneiden, stellen andere fest „Ihr seid ja das letzte heuer :-)“ oder funken in Anspielung auf das nahe „Ende der Welt“: „Tiefer geht’s bald nimmer!“ Wir versprechen, nächstes Silvester feiern wir wieder brav daheim!