Dienstag, 29. März 2016

Stadt im ewigen Frühling - Arequipa

  
Die Stadt des ewigen Frühlings. Dieser tolle Hintergrund mit schneebedeckten 6000-ern. Der beste Silberschmuck von ganz Südamerika. Der schönster Hauptplatz des Kontinents. Ein Ort zum Wohlfühlen.
Na, da muss sich die zweitgrößte Stadt Perus aber anstrengen, will sie all den Attributen gerecht werden, die wir gehört haben...
… und außerdem: hier trifft man seine Freunde. Praktisch zeitgleich mit unserer Ankunft am innenstadtnahen Stellplatz im Hostal Las Mercedes bezieht Michl ein Hotzelzimmer nahe dem Plaza des Armas, in einem Haus aus dem 17. Jh. Ohne genaue Abmachung logiert er keine fünf Gehminuten von uns entfernt.
Groß ist die Wiedersehensfreude - bei Gaby kurzzeitig gedämpft: Michl hat uns zum Lunch in die beste Cevicheria des Landes bestellt. Hier gibt’s rohen Fisch mit viel Zwiebel - meines Weibes kulinarischer Albtraum... Ich finde diese kulinarische Seite Perus gar nicht übel.  Zu ihrem Trost gibt’s dann den Kaffee und Kuchen unter den Arkaden des Hauptplatzes, erster Stock, tolle Sicht auf die ziemlich junge Kathedrale (19.Jh.) und alte Verwaltungsgebäude...
Groß ist die Freude – und wir finden es cool, den Quasi-Nachbarn am anderen Ende der Welt zu treffen! Das Thema des Tages lautet, wie kommen wir zu dritt im Zweisitzer in den Colca-Canyon? Die Option einer gebuchten Tour fällt nach kurzer Info-Phase weg. Wir wollen es doch etwas individueller als im Touri-Bus-Konvoi gegängelt zu werden...
Also beschließen wir, am nächsten Morgen - mit abwechselnd einem hinten im Bett kauernd - den Zweitagesausflug anzugehen.
Plaudernd ziehen wir durch die Altstadt, ein Blick in einen Souvenirladen hier, ein Foto dort, Arequipa ist tatsächlich ein höchst angenehmes Pflaster für uns Touristen...
   
Die Peruaner empfinden wir als sehr höflich, freundlich und diese positive Stimmung schlägt sich auf das gesamte Stadtbild nieder.  Obwohl bei weitem nicht alles hier so malerisch ist wie die Altstadt...
Jetzt steht  das absolute Highlight der Stadt am Programm: Sta. Catalina, das nach Katharina von Siena benannte Frauenkloster, das nach langer Renovierung wieder geöffnet ist und jeweils an Dienstagen und Donnerstagen in den Abendstunden bei Kerzen- und Fackelschein besonders beeindruckend wirkt! Da Gaby sich bei der Erkundung im Klosterlabyrinth bestens mit Michl ünterhält - habe ich etwas mehr Zeit für (hoffentlich ganz) gute Fotos!
Ja, Arequipa ergibt sich in die Erwartungen - nur das mit dem Silberschmuck funktionert nicht so, wir haben leider keinen Siberschmied gefunden.