Dienstag, 5. Juli 2016

Ein Hundeleben

  In Peru leben rund 30 Millionen Menschen. Wir glauben, die allermeisten davon in enger Beziehung zu ihren vierbeinigen Freunden. Kaum ein Schäfer ohne Hund, viele Kinder werden am Schulweg von ihrem Haustier begleitet. Weil aber die Vermehrung unkontrolliert erfolgt, gibt es außerdem noch jede Menge offenbar wilder Hunde in irrwitzigen Mischungen, die aber auch irgendwie ein Dasein fristen können. Besonders markant stechen natürlich die Nackthunde hervor. Besonders wenn sie bekleidet sind...
   
Einige wenig glückliche Kreaturen waren einst wohl mal Schoßhündchen und müssen nun ein Dasein als Streuner fristen. Immerhin: kaum jemand hier erhebt eine Hand gegen einen streunenden Hund, diese können ein ihrem Naturell entsprechendes Rudelleben genießen. Daher sind die Köter allesamt recht gelassen und freundlich im Umgang mit Menschen, kaum einen Hund haben wir hier als bedrohlich eingeschätzt... Manche Hunde üben sich sogar in Yoga. 
   
Radfahrer erleben da anderes, wenn das gesamte Rudel sie aus dem Revier vertreiben möchte, kann dies natürlich bedrohlich wirken. Von Bissen hat aber keiner erzählt. Auch unserem Auto jagen sie immer wieder nach, aber der Landcruiser bleibt da souveräner Sieger. In anderer Hinsicht ist unser Auto aber wehrloses Opfer: die Reifen erzählen wohl ganze Romane für Hundenasen und jeder Rüde möchte ein Kapitel hinzufügen...