Mittwoch, 8. Juli 2015

Geistiges Höhentrainingslager

Es gibt Menschen, von denen kann man nur lernen. Geri Winkler ist einer von diesen. Ein bescheidener Typ, gemütlich und immer freundlich.
Doch er hat´s in sich: Seit der erfolgreichen Rückkehr von der jüngsten Expedition nach Grönland, wo er als Leiter einer kleinen Expedition den höchsten Gipfel der Arktis bezwingen konnte, gehört Geri zu dem Dutzend Menschen, die auf den "Eight Summits" gestanden sind, also die höchsten Gipfel der sieben Kontinente + Arktis. (de.wikipedia.org/wiki/Geri_Winkler und www.winklerworld.net/)

Da wir in Südamerika wohl einige Zeit in großen Höhen unterwegs sein werden und ich auch nach einigen (für Durchschnittsportler erreichbare) Gipfel greifen möchte, bietet sich Geri als perfekte Informationsquelle an.

Der Strand von Unterach am Attersee ist in diesen brennend heißen Tagen der richtige Boden, um darüber zu sprechen. Er erzählt von seinen Bergerlebnissen in Südamerika und gibt uns den Tipp, es doch mit dem Ojos del Salado zu versuchen: Mit 6893m ist dies der höchste Vulkan der Erde, der zweithöchste Berg in Amerika - und die am höchsten mit einem Fahrzeug befahrbare Erhebung.
Da der Berg in der trockenen Atacamawüste liegt, ist er die meiste Zeit des Jahres schneefrei. Eine Piste führt bis auf über 5800m zu einem Refugio. Ob diese aber für uns geeignet sein wird, muss wohl vor Ort erkundet werden. Vor 8 Jahren jedenfalls erreichte ein Chilene mit einem modifizierten Suzuki Samurai die bis heute unübertroffene Höhe von 6688m !
Erst mal beim Refugio, ist man aber noch lange nicht oben: Es ist eine rund zweiwöchige Expedition mit noch immer langen Tagesetappen und extremer Kälte...

Weitere nützliche Tipps betreffen das Reisen im Altiplano und Möglichkeiten, das Galapagos-Archipel (relativ) preisgünstig zu erkunden. Allgemein ist noch von Akklimationszeiten und Ausrüstung die Rede. Aber auch die Notwendigkeit pro 1000 Höhenmetern rund 1 Liter Flüssigkeit täglich zu trinken, liegt uns mahnend in den Ohren.

Angesichts der hohen Temperaturen erhaltendie Nächte im Sazkammergut ein wenig Saunacharakter im "Schlafwagen", aber in der zweiten Nacht geht es schon wieder besser.

Hier übersteht übrigens unser 30 Jahre alter Engel-Kompressor-Kühlschrank seine "Hitzetaufe" erfolgreich. Schon nach kurzer Zeit sind Getränke, Käse und Wurst schön kühl. Der Stromverbrauch ist etwas höher als bei neuen Geräten - aber sonst kein Unterschied...

Wir genießen noch die herrliche Kulisse des Traunsees und freuen uns über das wirklich kühle Nass. In Gmunden holen wir uns vom Campingzubehör Pusch zwei neue Kanister, um auch unsere Wasserpumpe in Betrieb zu nehmen und der Rest einer Kederschiene wird reichen, um unsere Markise an den Dachträger zu befestigen. Mit einem Eis in der Hand gibt es noch einen letzten Blick über den Traunsee, dann ruft wieder die Arbeit daheim...





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