Montag, 2. November 2015

Überraschung in Tarabuco

Tarabuco - eine kleine, unauffällige Stadt eine Fahrstunde von Sucre. Liegt auf 3200m und jeden Sonntag kommen die Bewohner der umliegenden Dörfer in traditioneller Tracht zum Markt.

Heute ist es anders, offenbar.

Als wir zwischen den Adobehäusern Richtung Hauptplatz gehen, hören wir laute Musik, ähnlich Marschmusik, nur etwas atonal (das bemerke sogar ich ...). Zwischen den Häusern tauchen Löwen, Engel, ein Wolf und ein paar Bären mit Eisenkrallen auf und tanzen wie in Trance.

Am Hauptplatz voller buntem Leben informieren wir uns: Wir kommen zum Fest der „Fiesta de la Virgen de Rosario“, einerseits Heiligenverehrung – andererseits Karnevalsumzug.



 Heute tritt der Sonntagsmarkt eindeutig in den Hintergrund. Und nur zu diesem Fest gibt es in der Gasse neben der Plaza eine „Fast-Food-Meile“, die wirklich sehr viel Lokalkolorit aufweist...





Die unterschiedlichen Muster und Farben der Gewänder und vor allem der Kopfbedeckungen geben dem Wissenden Auskunft über Herkunft und Familienstand der Menschen. Dies trifft vornehmlich auf Frauen zu, denn wie überall widerstehen sie länger der Verlockung von Jeans & T-Shirt..
Zwischen der Jahrmarktstimmung findet in der Kirche eine Messe statt. Es folgt der Umzug mit dem Bildnis der Jungfrau von Rosario. Alle Musiker und Tänzer, nun auch in Glitzerkostümen, gehen vor der Figur rückwärts, um die Statue ansehen zu können. An zwei Altären am Hauptplatz gibt es eine kurze Predigt des Priesters, sonst Tanz, Musik und viel Lebensfreude.




Wir finden es vor allem sehr turbulent und in der Fülle von Farben, Tönen und Bewegungen sind wir nach drei Stunden fast erschöpft. Auch die Tänzer und Musiker brauchen wohl Erholung und verabschieden sich durch ein Tor zum Biergenuss...





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