Montag, 11. Januar 2016

kochen und so ...

Der geneigte Leser kann sich vorstellen, dass so ein Toyota Landcruiser ein großes Fahrzeug in der Wiener Innenstadt ist, aber ein ganz kleines Auto ist, wenn man darin und darum leben will.

In Sturm und Kälte der Anden haben wir es schon festgestellt und hier bestätigt sich die Erkenntnis: Ohne Rückzugsmöglichkeit ins Fahrzeug wird es hin und wieder ungemütlich. Sturm, Kälte, Regen...

Somit sind wir meist schon vor Einbruch der Dunkelheit im Auto oder gar im Bett (finster wird’s erst nach zehn Uhr)

Dass man nur bei geöffneter Hecktüre und im Freien kochen kann, beschert uns manch kalte Mahlzeit (Standard: Brot, Wurst & Käse). Meistens jedoch kann Gaby das, was sie oder ich beim Fleischer oder Supermarkt erjagt haben, sensationell gut zubereiten. Steak mit Tomatensalat als Diätkost. Nur gelegentlich gibt es Lamm, das wir überraschend selten in Patagonien finden. Dazwischen Eierspeise, Nudeln mit Sugo oder Gemüsesuppe. Wir leben kulinarisch bestens versorgt, da wir uns aber „Kleine Sünden“ wie Schokolade und Bier verkneifen, haben wir trotz des vielen im Auto sitzens schon ein paar Kilo abgelegt...

Ein nächtlicher Härtetest kommt immer auf mich zu, wenn die Blase konsequent meldet, dass sie entleert werden möchte. Im „Schlafwagen“ selbst, rasch umgebaut und kuschelig vorbereitet, ruhen wir ganz vorzüglich. Aber der Schritt in die kalte Nacht...

Meist stehen wir so um acht auf, da scheint die Sonne schon gute zwei Stunden wärmend vom Himmel. Wenn sie scheint...

Falls das Frühstück zubereiten wegen Kälte oder Regens oder Sturms oder allem zusammen ausfällt – so findet sich im nächsten Ort bestimmt ein Lokal fürs Frühstück. Leider ist der nächste Ort manchmal 100km weit weg...

Im Übrigen sind wir mit unserer fahrenden Unterkunft sehr zufrieden – jedes Mal, wenn wir ein Zelt im Regen stehen sehen, freuen wir uns über unser kleines Zuhause ein bisschen mehr...