Samstag, 3. Oktober 2015

Die weiße Lagune

Endlich wieder ein Fahrtag!
In einer Woche haben wir keine 150km zusammengebracht. Sprittechnisch eine gute Sparvariante, aber es ist jetzt doch an der Zeit, weiterzuziehen.
Zunächst fahren wir wie auf Glatteis aus Itabo raus, der nasse rote Schlamm der Piste macht das Fahren für 20km richtig interessant.

Die Kilometer werden dann rasch gefressen, erwähnenswert allein unsere erste Polizeikontrolle – höflich, der Chef wird gerufen, man will einen Blick in den Kofferraum werden. Zu Abschluss werde ich darauf hingewiesen, dass das Fahren mit Schlapfen gefährlich sei, dann „Gute Fahrt“ und freundliche Nasenlöcher.


Die über 300km ziehen sich, da eine Pause, dort ein Fotostopp, am späten Nachmittag erreichen wir Santa Rosa, hier geht’s vom (übrigens sehr guten!) Asphalt runter. Leider ist die Kreuzung unauffindbar, wir verlieren mit der Suche etwa eine halbe Stunde. Hätte ich beim Polizeiposten, der uns am Ortsanfang freundlich durchgewunken hat, gefragt, so hätte er wohl „hier!“ gesagt (eine Straße führt hier offensichtlich nur nach links...) und nach rechts gedeutet.

Wir holpern mit einer großen roten Sonne im Rücken durch den Staub, der weißen Lagune entgegen. Sie soll ein Paradies für Urlauber und Vogelbeobachter sein...

In der beginnenden Dämmerung stehen wir vor der verschlossenen Einfahrt zur Estancia Laguna Blanca – wer erwartet schon zu Sonnenuntergang Gäste, noch dazu per Mail angemeldete :-)

Ein Vorbeikommender verweist uns auf eine andere Einfahrt – und nach ein paar weiteren Kilometern Piste sind wir bei Ecotur gelandet, ein Mann kommt uns entgegen und wenig später haben wir ein ganzes Häuschen mit Seeblick für uns – um 50 Euro für 2 Nächte.

„Tranquilo“ ist sein letztes Wort, ehe er uns mit den Farben des Abendhimmels und dem Quaken der Frösche allein lässt.




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