Montag, 10. August 2015

Die Kunst des langsam Reisens

Gaby versucht Ordnung in die Kabine zu bringen
Es war eine angenehme Nacht.
Nichts hat in derf Kabine gescheppert, wie in Internetforen bekrittelt, es war etwas frisch in der Kabine, aber besser zudecken müssen als verschwitzt aufzuwachen.
Der Wecker läutet um halb acht – aber ohne Bullauge weiß man nicht, dass es schon längst hell ist...
Um Acht gibt es Frühstück – an Bord eines Frachtschiffes gilt eine strenge Zeiteinteilung, so wurde berichtet.Ham & Eggs, Brot & Marmelade standen aber auch noch nach 9 da. Gut zu wissen.
unser Frühstücksbuffet

Orientierung draußen: Sonnenschein, leichte Brise, wunderbar warm. Wir sind draußen auf der Nordsee. Viele Schiffe. Hütten auf Stelzen: Ölbohrtürme, Schifffahrtszeichen oder was sonst?

Auf unserem „Kreuzfahrer“ gibt es sogar eine „Touristensektion" am Heck, groß genug für 5 Liegestühle, einen großen Tisch und den Swimming Pool – diesem fehlt aber noch das Wasser...

Was soll man tun mit soviel Tag und so wenig Arbeit? Ein wenig Gymnastik, lesen, Fotos von der Hamburger Hafenausfahrt sichten, Mittag essen und – tatsächlich! - Siesta halten. Nachmittags mit Gaby „Carcassonne“ spielen, plaudern, lesen. Die Stressfreiheit verursacht ja beinahe ein Inaktivitäts-Unwohlsein.
Nach dem Dinner spielt die philippinische Crew Basketball, auf einen Korb und mit viel Spielwitz. Ich darf mitspielen und es ist recht unterhaltsam. Das ungefederte Schiffsdeck macht sich aber bei meinen Knien bemerkbar. Trotzdem: Fortsetzung folgt sicher...
Zu Tisch in der Offiziersmesse

Langsam erkennen wir, dass es einfach nichts Wesentliches zu tun gibt, Gaby freut sich bei jeder Mahlzeit, dass sie nicht kochen muss. Wir liegen seit 5 Stunden vor Antwerpen – mit Dutzenden anderen Schiffen warten wir auf die Erlaubnis, in die Schelde, durch die Schleuse und in den Hafen fahren zu dürfen.
Die Kunst des langsamen Reisens ist auch eine Geduldsprobe – wir müssen uns noch ein wenig adaptieren.


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