Sonntag, 27. September 2015

Das Wasser ist unser Fall


Wir haben es nicht geschafft. Wir bleiben noch einen Tag. Den Wasserfall möchten wir auch noch im Vormittagslicht betrachten, zu eindrücklich waren die bisherigen Besuche, um dies zu verpassen.
Die Morgenstunden sind deutlich attraktiver beim Touristenschwarm, an der Kassa steht eine Schlange. Man ist effizient hier, wir schaffen es rasch hinein. Im Hybrid-Shuttlebus (ja, ja, auch hier zeigt man sich umweltbewusst. Da das größte Wasserkraftwerk der Welt ums Eck liegt, hat es hier vielleicht sogar eine Berechtigung...) werden wir zur Sehenswürdigkeit kutschiert.
Der Himmel wird schmierig, die Luftfeuchtigkeit nimmt zu, die Menschenmassen, die sich dem engen Weg entlang wälzen, werden nicht weniger. Erschwerte Bedingungen heute.
Wir nehmen es relativ locker, ganz ohne Hektik. Einmal nass werden pro Tag muss aber sein, wir verfügen uns nochmals auf den Steg, der an den Rand des Abgrunds, direkt in den Iguassu-Fällen führt. Da es derzeit relativ wenig Wasser im Fluss gibt, hält sich die Gischt in Grenzen (gut genässt bin ich trotzdem, Gaby ist rasch wieder geflüchtet). Die Situation ermöglicht den Blick hinunter in den brodelnden Canyon - das hat fast hypnotische Wirkung auf mich.
Bei überraschend moderaten Preisen stärken wir uns im Selbstbedienungsbuffet (ein großer Becher frischer Mangosaft um EUR 2,30.- erscheint doch nicht übertrieben?).
Das Resumee nach drei Tagen Wasserfall: Dieser ist unser Fall! Nun lassen wir also die wohl eindrücklichsten Wasserfälle der Welt hinter uns und wollen uns noch ein wenig in der kleinen Großstadt Foz do Iguazu umsehen.
 So viel wir geschaut haben, es gab nix Interessantes. Erst mit Einbruch der Dunkelheit wurden wir fündig: Happy Hour bis 20 Uhr. Dies bescherte uns einen 1-Liter-Krug Caipirinha um sagenhafte 3 Euronen. Dann ein paar anständige Steaks, wir haben die Kalorienvorgabe für die ganze Woche schon aufgebraucht.

Andererseits haben wir uns jetzt die Energie zugeführt, die wir für einen energischen Start nach Paraguay brauchen werden, glaubt man so manchen brasilianischen Berichten...


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