Montag, 21. September 2015

Fast in Seenot

„Wegen eines technischen Gebrechens müssen wir nach Buenos Aires zurückkehren!“
Die Schnellfähre macht eine behäbig langsame Wende, der Katamaran beginnt zu schaukeln. Steigen wirklich Motorendüfte in unsere Nasen? Jedenfalls können wird dadurch die Skyline der Stadt vor einer tiefroten Abendstimmung länger bewundern.


Nach einer Stunde sind wir statt in Colonia (Uruguay) wieder am Ausgangspunkt. Wir werden aber sofort in ein anderes, etwas langsameres Schiff verfrachtet und der zweite Versuch gelingt. Um 10 Uhr abends kommen wir zurück zu unserem „Schlafwagen“, verstauen unsere „Ausflugsbinkel“.
Gabys Idee, direkt vor dem alten Leuchtturm an der Uferpromenade beim Yachthafen zu übernachten, erweist sich als goldrichtig.
Es wird zwar kühl, aber wir können im (teuren) Restaurant noch draußen sitzen – und plötzlich meint Gaby ins zufriedene Schweigen: „ Du, ist das Licht dort Buenos Aires?“
Tatsächlich, bei genauerem Hinsehen gibt es nicht nur einen orangen Lichtbogen über dem La Plata, sondern sind in der Ferne sogar ein paar Lichter zu erkennen. Die Langzeitbelichtung liefert dann den Beweis.




Gaby macht sich bettfertig (praktisch, dass es im Yachtclub Toiletten gibt...), ich streife noch eine Runde übers Altstadtkopfsteinpflaster. Ein paar wunderbar verrostete Oldtimer kommen mir vor die Linse.
Am nächsten Vormittag finden wir noch ein paar Veteren, teilweise umgebaut zum "Wohnmobil"...









Wir freuen uns nun auf den „richtigen“ Beginn unserer Autoreise.
Ganz ohne Seenot – und hoffentlich ohne sonstige Notfälle.

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