Mittwoch, 23. September 2015

Regen am Rio

Der Club del Rio klang im Tourist Office Prospekt super, der Preis war es auch. Dieser Ferienclub am Rio Parana - mit Poollandschaft und Kurzrasenstrand, gegenüber die bewaldeten Ufer von Paraguay - ist was für bessere Leute (und davon gibt es hier im Lande offenbar gar nicht wenige...)



Wir fahren also zurück nach San Ignacio Miní und nehmen die andere Piste zum Fluss. Diese endet am Schotterwerk, wo mit ziemlich rostiger Maschinerie der Boden von Steinchen befreit wird. Das war die falsche Abzweigung.

Ein paar Kilometer zurückholpern, rechts ab (das Schild Camping Playa del Sol ist halb unter einer Ladung Schotter vergraben...), dann sind wir da wo wir hinwollen.
Sandstrand, Sonnenschirme, entspannte Atmosphäre, ein kühles Bier. Die Abendsonne liegt drückend schwer im Nordwesten, laue Musik kommt aus den Lautsprechern, die viel mehr könnten.
Um 90 Pesos sind wir dabei. Der Schlafwagen wird auf einer kleinen Halbinsel, Marke „Strand erste Reihe fußfrei“, geparkt. Dass wir die Schlafsäcke erst vorgestern verstaut haben erscheint unwahrscheinlich: wir sehen hier abends noch jenseits der 30 Grad am Temperaturmesser!


Indio-Kinder sammeln den angeschwemmten Plastikmüll – ob als Spielzeug, aus Umweltschutzgründen dazu angehalten oder zwecks Recycling /ein paar Groschen verdienen wissen wir leider nicht – und beäugen unser seltsames Fahrzeug mit Feuerstelle aus der Distanz.
Gaby bereitet eine gute Eierspeis zu, die mit einem Flascherl Wein unser Sundownder wird.


Um 3 Uhr früh fängt es an zu prasseln. Scheinbar faustgroße Wassertropfen trommeln aufs Auto, wir sehen uns an, Gaby hupft raus, rettet den Tisch gegen den aufkommenden Sturm, ich fahre querfeldein eine Etage höher auf festen Untergrund. Wer weiß, was uns noch erwartet.
Eine halbe Stunde später wird die Nachtruhe um mindestens fünf Grad kühler fortgesetzt, begleitet von einem atemberaubenden Wetterleuchten, aus dem plötzlich die Sterne hervorkommen.


In der Früh rauschen die Palmen am Ufer und das Strandleben kann sich auch sehen lassen: Zwei Käuzchen und ein Hund. Das Interesse der Vögel liegt aber mehr bei uns, was auf gegenseitigkeit beruht.








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