Mittwoch, 23. September 2015

Wasserfall, Längsausgabe

Nach 12 Uhr reißt der Himmel auf, aus dem Nebelgrau wird ein Hellgrau, nach einem weiteren kaffee kann man schon von Spuren von Himmelblau sprechen. Wir blicken uns an, freuen uns und brechen auf. Zwei Kilometer weiter, abwärts durch den Regenwald stehen wir am Ufer des Uruguay. Wir besteigen ein Zodiac und gemeinsam mit einer argentinischen Großfamilie geht es durch die Strudel des Flusses aufwärts. 

Dort liegt ein in langer Linkskurve gebogener Canyon, in den sich der Fuß auf einer Länge von über 3 Kilometern hineinstürzt. Je nach Wassermenge im Strom erlebt man eine bessere Stromschnelle oder einen 12m hohen Wasserfall.
Wir sind im Mittelmaß, 3 Meter klingt nicht viel, aber auf dieser Länge – durchaus beeindruckend. Mehr wäre schöner gewesen – wir wollen aber nicht klagen, denn es gab tatsächlich Sonne und Temperaturen, die auch die Dschungelwanderung angenehm und interessant in Erinnerung belassen!




Wir fahren zurück in die Stadt, lassen dabei keinen der Lookouts dieser Panoramastrecke aus und erreichen El Sorberbio zeitgleich mit einigen ziemlich gezeichneten Ausdauersportlern. Hier hat es heute kaum geregnet, Glück gehabt!

Am Campingplatz „San Jorge“ werden wir sofort liebevoll in die Familie integriert. Gabys Traum – von einem zerknautschten, verschwitzten, stoppelbärtigen Läufer in den frühen Sechzigern mit inniger Umarmung und Wangenkuss empfangen zu werden - geht hier endlich in Erfüllung!

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